Vor dem Start der Wanderung zur Chamanna Cluozza geniessen wir in Zernez feine Torten und erholen uns von der langen Zugfahrt.
Kurz nach dem Wanderstart stehen wir vor dem Kühlschrank nach dem Parkplatz bei der Spölbrücke. Hier füllen wir unsere Rucksäcke mit Rüebli, Zwiebeln, Milch, Haferflocken und WC-Papier. Anders gesagt, er wird leer geplündert. So hat jeder genug Bodenhaftung, um nicht in die Hütte zu schweben, sondern schwer schnaufend, den Berg hinauf zu kriechen. Aber alle schaffen es, den schönen Hüttenweg hoch über dem Val Cluozza zu meistern. Dabei entdecken wir im Abstieg zur Ova da Cluozza eine schöne Kreuzotter und ein Wespennest am Wegrand.
In der Hütte angekommen, entledigen wir uns der zusätzlichen Last und löschen unseren Durst, bevor wir die zwei kleinen, aber herzigen Zimmer beziehen. Zum Nachtessen werden wir mit einem feinen Kichererbsencurry verwöhnt.

Anderntags sind wir froh, den ersten Teil des Aufstiegs zur Fuorcla Murter im Schatten machen zu können. Dabei eblicken wir im Legföhrenbereicht zwei Gämsen und in den oberen Wiesen einige Murmeltiere, welche sich vor ihrem Bau sonnen. Am höchsten Punkt machen wir eine längere Rast und schauen den sieben Steinböcken, sechs Hirschen mit imposantem Geweih und unzähligen (sicher über 30) Gämsen zu. Auch geniessen wir die schöne Rundsicht mit Murtaröl, Piz Linard, Ortler und Fuorcla Val Sassa.
Vorsichtig steigen wir später hinunter zum Plan Praspöl und nach der Mittagspause die letzten Höhenmeter hinauf zum P3 Vallun Chafuol. Von hier lassen wir uns gemütlich nach Hause fahren, nicht ohne in Zernez einen Zwischenhalt einzulegen, um ein feines Nachmittagsessen zu geniessen. Somit müssen wir zu Hause nicht mehr den Kochherd anwerfen.

Ich danke Blanca, Kathrin, Hans und Ruedi für die Begleitung und Cécile wie immer für das Schlusslicht. Ich habe die zwei Tage mit euch im Nationalpark sehr genossen.

Marcel

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