Bereits die Anreise begann mit einer kleinen Zitterpartie. Trotz einer Barrierestörung und gesperrter Strassen infolge der Bürgenstock-Gespräche zwischen den USA und dem Iran schafften es alle zehn Teilnehmenden rechtzeitig nach Klosters. Der Taxitransfer zur Alp Sardasca verlief anschliessend ereignislos.
Von der Alp führte der Wanderweg durch das wildromantische Tal der Silvretta stetig bergauf. Nach rund zwei Stunden erreichten wir die Silvrettahütte. Dort wartete bereits ein kulinarischer Höhepunkt: ein fantastischer, hausgemachter Nusskuchen.
Am Nachmittag stand optional noch der Tällispitz auf dem Programm. Zu acht machten wir uns über die Rote Furka auf den Weg zum Gipfel. Belohnt wurden wir mit der Begegnung einer Steinbockfamilie. Mehrere Tiere sonnten sich völlig unbeeindruckt von unserer Anwesenheit. Der eindrucksvolle Ausblick auf die Gletscherwelt der Silvretta und den Gross Litzner darf dabei natürlich nicht unerwähnt bleiben.
Am Abend erwartete uns ein aussergewöhnliches Nachtessen. Die Küche wurde an diesem Abend im Rahmen eines SAC-Hüttenwartkurses geführt.
Nach einer unglaublich heissen Nacht verliessen wir am nächsten Morgen noch vor Sonnenaufgang die Hütte mit dem Ziel Silvrettahorn. Die hohen Temperaturen machten bereits beim Aufstieg zum Gletscher eine Jacke überflüssig. Auf dem Gletscher selbst war es dann angenehm kühl. Ideale Bedingungen für die Durchquerung des weitläufigen Gletscherfeldes.
Nach dem Gletscheranstieg folgte die bekannte Geröll- und Schuttflanke des Silvrettahorns. Was von unten noch recht harmlos aussieht, erwies sich als überraschend mühsam. Der Abschnitt kurz unter dem Gipfel verlangte dann mehr Geduld als technische Fähigkeiten. Auch die Gruppe vom österreichischen Aufstieg bewies in diesem Abschnitt Geduld und zeigte, dass die Bergleidenschaft keine Grenzen kennt. Auf dem Gipfel belohnten wir uns mit einem unglaublichen Ausblick auf die Gipfel Vorarlbergs und Tirols. Besonders dominant präsentierte sich der nahe Piz Buin.
Der Abstieg gelang zügig und ohne grössere Zwischenfälle. Auf der Alp Sardasca ging es anschliessend mit Taxi und ÖV zurück nach Hause. Zumindest für die meisten von uns. Für einen Teilnehmer führte die Reise mit einem gemieteten E-Mountainbike nochmals zurück zur Alp Sardasca. Grund dafür waren vergessene Wanderstöcke.
Zwei Tage in der Silvretta, geprägt von eindrücklichen Landschaften, einer unerwarteten Steinbockbegegnung, hervorragender Hüttenkost und zwei aussichtsreichen Gipfeln bei sehr warmen Temperaturen. Eine rundum gelungene Tour, die lange in Erinnerung bleiben wird.



























