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Am Freitagmorgen reisten die 15 Teilnehmer der Hochtourentage aus allen Richtungen nach Arth-Goldau, von wo es weiter ging nach Erstfeld. Dort warteten Sacha und Leonie auf uns. Mit dem Alpentaxi fuhren wir bis Guferen im Maderanertal. Von dort ging es zu Fuss hoch zur Hüfihütte.

Die Hitze und der ziemlich schwere Rucksack machte den Aufstieg ziemlich anstrengend und wir ware alle froh, als wir in der Hüfihütte vom Hüttenwart mit einem frischen Erdbeer-Rhabarbersirup empfangen wurden. Auf 2334m.ü.M. liess sich auch die sommerliche Hitze ganz gut ertragen.

Nach einer kurzen Pause trafen wir uns vor der Hütte um uns auf die nächsten zwei Tage vorzubereiten. Wir übten Gehen im Gelände, Gehen und Klettern mit Steigeisen sowie Seiltechnik.

Danach freuten wir uns alle auf das Abendessen. Nach der Bekanntgabe des Programmes des nächsten Tages war dann auch schon früh Nachtruhe angesagt.

Am Samstag hiess es bereits um 4.00 Uhr Morgenessen, Abmarsch zur Tour um 4.50 Uhr. Diese führte uns ab der Hütte zum Hüfifirn, dort wurden 6 3er-Seilschaften gebildet, die unter der fachkundigen Führung von Bergführer Thomas Wälti über den Gletscher aufstiegen.

Das heutige Tagesziel (Fuorcla Val Pintga) erreichten wir dann zuletzt über ein kurzes Stück Fels, das mit ziemlich viel Geröll bedeckt war, so dass wir das Steigeisengehen im Geröll gut üben konnten. Oben wurden wir belohnt mit der Aussicht ins schöne Bündnerland (Val Pintga und Val Russein) und die Bündner Bergen. Nach einer ausgiebigen Pause machten wir uns auf den Rückweg zum Gletscher, wo einige noch die Pickelbremse übten.

Gegen Ende des Gletschers türmten sich Wolken auf, die uns Regen befürchten liessen. So hiess es dann möglichst rasch zurück in die Hütte. Diese erreichten wir trocken und der befürchtete Regen blieb zum Glück aus. Der Nachmittag wurde genutzt um sich zu erholen, etwas nachzuschlafen oder einfach zum Geniessen. Ein kurzer Theorieblock zur Tourenplanung der morgigen Tour und ein feines Nachtessen rundeten den Tag ab.

Auch der Sonntag startete früh (3.30 Uhr Frühstück, Abmarsch um 4.20 Uhr). Da das Wetter recht unsicher war und auch schon im Verlauf des Morgens Gewitterzellen zu erwarten waren, hatte Thomas nicht nur einen Plan A, sondern mindestens auch einen Plan B, C, D, und E. Wir starteten noch mit Stirnlampen den gleichen Weg zum Gletscher, überschritten diesen eher linkshaltend mit Ziel Chammlijoch (2996 m.ü.M.). Der ursprüngliche Plan, den Vorgipfel des Claridens zu besteigen, wurde infolge der unsicheren Wetterlage verworfen und wir peilten den Punkt 3127 m.ü.M. an, wo wir eine kurze Pause einlegten. Danach starteten wir den Abstieg über das Iiswändli, wo wir noch übten Eisschrauben zu setzen und kurz darauf verliessen wir den Gletscher und machten uns auf den letzten langen Abstieg zum Chlausenpass. Dabei wurde uns bewusst, dass ja noch immer hochsommerliche Temperaturen herrschten, mit jeden hundert Metern Abstieg wurde es warm und wärmer. So waren dann alle froh, den Chlausenpass zur Mittagszeit erreicht zu haben – ohne Regen und ohne Gewitter.

Nach einer Stärkung im Restaurant trennte sich die «Spreu vom Weizen». Die einen nahmen das Postauto Richtung Urnerland, die anderen etwas später Richtung Glarnerland. Die «Glarner» erhofften sich am Bahnhof Linthal ein Glacé zur Abkühlung, leider war ein Kiosk am Bahnhof Fehlanzeige. Doch mit etwas Zureden erbarmte sich der Postautochauffeur und öffnete das Personalzimmer am Bahnhof, wo wir dann Glacés kaufen konnten. Er hatte somit quasi unseren Tag gerettet – merci vielmal.

Ein grosser Dank geht auch an den SVSE für die grosszügige Unterstützung dieser Tage sowie an Thomas Wälti für die äusserst kompetente und lehrreiche Führung der Tour. Die Gastfreundschaft auf der Hüfihütte und die Kollegialität unter den Teilnehmern rundeten drei gelungene Tage ab.

Teilnehmer vom ESV Luzern waren: Christof, Martin, Monika, Roger, Ruedi, Walter, Zeno und zehn weitere von anderen Vereinen, plus unser langjähriger Bergführer Thomas

Stöckli Ski
Maler Stutz
Merisa
Scheuzker
Luzerner Kantonalbank